Gewässerobmann berichtet Herbst 2014


Die Arbeitsdienste im November sind gelaufen. Leider war die Beteiligung wiedermal nicht
unbedingt groß. So musste viel liegen bleiben. Gerne hätte ich eine Reihe weiterer
Arbeitswilliger eingesetzt, aber so ist es eben. Der Kassenwart freut sich.
Immerhin haben wir sehenswertes geschafft. Zur/von der Hütte in Nottensdorf führt jetzt eine
Rampe, damit wir den Mäher nicht mehr die Treppen hochwuppen müssen. Das Pflaster an
der Hütte ist wieder glatt. Und am Ostufer an Teich 1 haben es die Ratten und Bisam dieser
Tage sehr schwer, weil das Ufer mit massenweise Schubkarren von Kartoffelsteinen befestigt
wurde. In Dollern haben wir im unteren Teich die Schlammecke frei gesägt. Zeitweise hatte
Neurentner Hein bei vollem Körpereinsatz einhändig in Tarzanmanier die Motorsäge
gequält.Hier möchte ich im Laufe des Winters baggern lassen. Die Feuerwehr möchet den
kleinen Mönch durch eine Steg ersetzen lassen, damit die Löschwasserstelle wieder funktional
ist. Die Angelplätze sind auch wieder frei. Am Wilke-Teich wurde ein Großteil des alljährlichen
Baumschnitts erledigt. Im Frühjahr sind also noch Restarbeiten am Wilke-Teich dran, in
Moisburg müssen wir klar Schiff machen und Nottensdorf aufhübschen.

Die neuen Arbeitsdienste sind hier zu finden für das Jahr 2015. Treffen ist wie immer um 08.00 Uhr an der Hütte in Nottensdorf. Wer irgendwohin direkt kommen möchte, muss dies bitte mit mir absprechen.

Als Wintergewässer frei bleibt unser Teich in Moisburg. Aber bitte Schonzeiten und

Fangbegrenzungen beachten.

Jeden Herbst das gleiche Dilemma. Wenn das Laub herunter ist, Brennesel und Schilf abgestorben sind, kommen die Sünden zum Vorschein. So musste ich allein in diesem Monat

über 20 leere Maisdosen einsammeln. Ich habe überhaupt kein Verständnis für diese

Müllsünder. Es kann nur eine Konsequenz für diese Umweltvermüller geben, wenn sie denn

erwischt werden, dass wird ein Vereinsausschluss sein! Auch zerbrochene Kescher und

zahllose leere Schnapsflaschen verdreckten unsere Uferzonen. Warum jemand fünf leere

Bierflaschen, seine leeren Köderdosen und Knicklichttüten fein säuberlich in einer Plastiktüte

sammelt, um diese dann doch hinter sich in die Büsche hinter der Bank am Wilke-Teich

schleudert, wird wohl immer das Geheimnis dieses unerwünschten Angelkameradens bleiben.

Jedem kann es mal passieren, dass man etwas liegen lässt. Aber derartige Schweinchen sind

für uns einfach nicht tragbar.

Im nächsten Jahr wird auch wieder die Aue im Bereich des Marschdammes für uns zur
Verfügung stehen, weil die Deichbauarbeiten beendet werden. Ich glaube, es kann sich zu
einer schönen Gewässerstrecke entwickeln. Hinzu bekommen wir eine Art Teich/Stillgewässer
direkt entlang der Häuser am Marschdamm. Ich werde beobachten, wie sich hier der
Fischbestand einstellt und gegebenenfalls zum Herbst hin mit Fischbesatz nach helfen.
Ausgebaggert wurde auch der Burggraben am Horneburger Schloss. Ob wir dort eine
Angelberechtigung erhalten, müssen wir noch mit der Gemeinde aushandeln.
Wenn jetzt die ersten losgehen und ihr Glück auf die Aalquappen versuchen, möchte ich
unbedingt noch einmal darauf hinweisen, dass alle aus dem Fluss angelandeten
Schwarzmeergrundeln zu töten sind. Sie dürfen nicht wieder lebend zurück gesetzt
werden. Sie schmecken übrigens sehr gut. Genauso darf ich an das Entnahmegebot in
unseren Teich erinnern!
Auf Änderungen bezüglich Mindestmaße und Schonzeiten müssen wir uns spätestens zum
Jahr 2016, weil sich in der Binnenfischereiordnung einiges ändert.
Karpfenbesatz habe ich größtenteils schon erledigt. Es fehlen noch die Fische von der
Seefischerei aus Wesenberg. Dort kann man nebenbei bemerkt einen sehr schönen
Angelurlaub verbringen.
Ich wünsche allen eine ruhige Winterzeit, schöne Festtage, einen Guten Rutsch und eine
erfolgreiche Angelsaison 2015. Petri Heil!


Jörk Philippsen